Schon lange wollte ich ein Auslandsjahr machen und für mich stand schnell fest, dass ich nach Kanada möchte. Ich war sieben Monate an der St. George’s School in Vancouver, einer privaten Jungenschule mit Internat. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das eine der besten Entscheidungen war, die ich getroffen habe.
Schon in den ersten Tagen ist mir aufgefallen, wie offen und freundlich die Menschen in Kanada sind. Dadurch, dass alle neuen Internatsschüler zwei Tage früher angekommen sind, konnte man sich schon vor Schulbeginn kennenlernen. So habe ich schnell neue Freunde gefunden und mich direkt wohlgefühlt.
Auch Vancouver hat mir richtig gut gefallen. Die Stadt hat Meer, Berge und Großstadt, was sie für mich sehr einzigartig gemacht hat. Nach der Schule oder am Wochenende konnte man immer etwas unternehmen, egal ob man in Downtown unterwegs war, an den Strand gegangen ist oder in den Bergen wandern war. Genau diese Mischung hat Vancouver für mich so besonders gemacht.
Auch die Schule war ganz anders als in Deutschland. Die Klassen waren kleiner und die Lehrer hatten viel mehr Zeit für die einzelnen Schüler. Besonders spannend fand ich Fächer wie E Commerce, Robotik und Mikro und Makroökonomie, weil es solche Fächer in Deutschland so gar nicht gibt oder man sie dort nicht wählen kann. Was mir außerdem aufgefallen ist: Alle waren gut drauf und haben sich gegenseitig geholfen. Dadurch hat man sich schnell als Teil der Schulgemeinschaft gefühlt.
Auch das Leben im Internat hat mir sehr gut gefallen. Dadurch, dass man zusammen gewohnt und jeden Tag viel gemeinsam gemacht hat, hat man schnell viele Freunde gefunden. Eigentlich war immer etwas los und langweilig wurde es nie.
Sport hat an der Schule eine große Rolle gespielt. Ich habe im Fußballteam der Schule gespielt und wir haben an Turnieren in Vancouver, auf Vancouver Island und sogar in Montreal teilgenommen. Mein persönliches Highlight war der Gewinn der Provincial Championships. Unsere Schule hatte diesen Titel davor noch nie gewonnen, deshalb war das für das ganze Team ein ganz besonderer Moment.
Vor meinem Auslandsjahr hatte ich natürlich Respekt davor, in ein neues Land zu gehen. Im Nachhinein war das aber gar nicht nötig. Die Schule und das Internat haben einem den Einstieg sehr leicht gemacht. Auch an die Sprache habe ich mich viel schneller gewöhnt, als ich gedacht hatte.
Ich habe in den sieben Monaten unglaublich viel gelernt. Ich bin selbstständiger und offener geworden, mein Englisch hat sich stark verbessert und ich habe Freundschaften mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern geschlossen, mit denen ich immer noch Kontakt habe.
Auch die Betreuung durch Breidenbach Education war während der ganzen Zeit sehr gut. Von der Vorbereitung bis zur Rückkehr hat alles gut funktioniert und bei Fragen konnte ich mich jederzeit an das Team wenden.
Ich würde mich jederzeit wieder für ein Auslandsjahr in Kanada entscheiden. Die sieben Monate gehören zu den schönsten Erfahrungen meines Lebens und ich vermisse die Zeit dort immer noch.
Wenn ich jemandem einen Tipp geben würde, der über ein Auslandsjahr nachdenkt, dann würde ich sagen: Macht euch nicht zu viele Gedanken vorher. Man ist am Anfang natürlich etwas nervös, aber man gewöhnt sich viel schneller an alles, als man denkt. Für mich war das Auslandsjahr eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.
